Karate mit Handicap

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Das Sportzentrum Ken Budo Heiligenstadt bietet im Dojo (= Trainingsraum) Heiligenstadt ein einstündiges Training für Menschen mit Behinderungen an.

Was ist Karate?
Karate ist eine Kampfsportart, bei der es in erster Linie nicht darum geht einen Andern zu verletzen, sondern sich Techniken anzueignen, die es einem ermöglichen, sich wirksam zu verteidigen. Daneben geht es um Körperbeherrschung, Konzentration und Fitness.

Ziele: Spaß an Bewegung, Schulung von Koordination und Gleichgewicht, Selbstbewusstsein stärken

Trainingszeiten: freitags 16:15 – 17:15 Uhr

Ort: Sportzentrum Ken Budo Heiligenstadt, Steingraben 13

Gemeinsam Spaß an Sport & Training

Kommt einfach vorbei oder meldet euch unter folgender Telefonnummer: 0171 5263761.
Weitere Infoformationen bei den verantwortlichen Trainern Peter Friedensohn (Leiter des Vereins, 2. Dan) und Dr. Michael Schorr (B-Trainer Karate des DOSB, 2. Dan).

Eine fachgerechte (sportlich wie medizinisch) Betreuung ist gewährleistet.

Trainer:      Dr. Michael Schorr  (2. Dan Shotokan), Karate B – Trainer DOSB

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SPORTLERPORTRÄT UWE JÜNEMANN

Mitglied im Karateverein Ken Budo Heiligenstadt e.V.

persönliche Daten:

betreibt Karate seit: 1992
Gürtelgrad: 1. Dan
Art des Handicaps: leichte geistige Behinderung (koordinative Einschränkungen)

Erfolge:

  • 1. Platz Mitteldeutscher Pokal 2005 (Kumite)
  • 3. Platz Deutsche Meisterschaften für Menschen mit Handicap 2014 (Kata)
  • 1. Platz offene Landesmeisterschaften Sachsen 2014 (Kata)
  • 1. Platz Eichsfeld-Open 2015 (Kata Handicap)
  • 1. Platz Eichsfeld-Open 2016 (Kata Handicap)
  • 2. Platz Eichsfeld-Open 2017 (Kata Handicap)
  • 5. Platz Deutsche Meisterschaften für Menschen mit Handicap 2018 (Kata)

Uwe Jünemann ist langjähriges Mitglied Karateverein Ken Budo Heiligenstadt e.V.. Auf der Suche nach einer sportlichen Freizeitbeschäftigung stieß er damals auf den Verein, der an zwei Tagen in der Woche in der Sporthalle einer Regelschule trainierte.

Schnell bemerkte Uwe, dass ihm die Sportart Freude bereitete und er seinen Fitnesszustand verbessern konnte. In regelmäßigen Abständen legte er Gürtelprüfungen ab und nahm mit Begeisterung an Lehrgängen teil. Durch eine wechselnde Vereinsführung wurden verbesserte Trainingsmöglichkeiten für den Verein geschaffen – so war ein mehrmaliges Training pro Woche möglich.

Aus diesem Grund konnte auch eine separate Trainingsgruppe für Menschen mit Handicap geschaffen werden, die wöchentlich von Trainer Dr. Michael Schorr geleitet wird. Uwe nimmt an diesem speziellen Training teil, bei dem der Schwerpunkt auf der Schulung der Koordination und Konzentration liegt. Weiterhin trainiert er zusätzlich zwei bis drei Mal pro Woche in der Erwachseneneinheit im Ken Budo. Liegen Wettkämpfe an, so übt Uwe außerdem mit seinem Trainer Michael die Katas in intensiven Einzeltrainings bis in die späten Abendstunden hinein. Aus der Sicht von Uwe bereiten ihm vor allem die Katas viel Freude und Spaß, da er dort immer neue Bewegungsabläufe und Techniken kennenlernt. Aber auch in der Sparte Kumite mag Uwe die verschiedenen Facetten; die Vereinsmitglieder schätzen ihn als fairen und aufmerksamen Trainingspartner. Seine Trainingsmotivation zieht er daraus, dass er immer wieder neue und interessante Dinge dazulernt und Kontakt zu seinen Trainingskollegen hat.

Ein Höhepunkt für ihn ist der jährlich in Heilbad Heiligenstadt stattfindende Lehrgang mit Bundestrainer Klaus Bitsch. Bei ihm legte Uwe beim diesjährigen Pfingst-Event in Walterhausen seine Prüfung zum 1. Dan ab – und das trotz ausgekugelter Schulter. Durch seinen Ehrgeiz und sein Durchhaltevermögen ,,kämpfte“ er sich mit starken Schmerzen somit im wahrsten Sinne des Wortes durch die Prüfung und durfte sich am Ende über sein Dan-Diplom freuen. Im Hinblick auf seine weitere Laufbahn im Karate hofft Uwe, sich ein weiteres Mal auf einer Deutschen Meisterschaft platzieren zu können.

Uwe Jünemann (Mitte) mit seinen Trainern Peter Friedensohn (li) und Dr. Michael Schorr (re.) bei der DM 2018 in der HUK-Coburg Arena

GEMEINSAME UNTERNEHMUNGEN:

Nicht nur das Training steht im Fokus, sondern auch gemeinsame Ausflüge und Spaß!

So stehen beispielsweise Besuche im Kino, Reisen zu Turnieren oder Vorführungen, wie z.B. hier beim Raphael-Familienfest in Heiligenstadt auf dem Programm.

Karateka präsentieren die Sportart beim Raphael-Familienfest 2018